Vertrauen …

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… ist ein Geschenk. Man kann es für Geld nicht kaufen. Wird es einmal missbraucht, ist es fraglich ob man es jemals wieder zurück bekommt. Von daher sollte man dieses Geschenkt sehr behutsam behandeln.

Vertrauen findet man nicht nur in der Partnerschaft. Man bekommt es in allen Lebenslagen geschenkt. Oftmals sieht man es allerdings als so selbstverständlich an, dass man es gar nicht registriert.

In meiner Fotografie bekomme ich es jedes Mal geschenkt. Jeder der mit mir shootet, schenkt mir sein Vertrauen dahingehend, dass ich die Bilder generiere, die das widerspiegeln, was man im Moment der Aufnahme gefühlt hat oder ausdrücken wollte. Oder das ich mit den Bildern vertrauensvoll umgehe.

Es gibt aber nur wenige, die mir ihr Vertrauen auf eine Art und Weise schenken, wie man es normalerweise nur vertrauten Menschen schenken würde. Ein Beispiel möchte ich heute nennen.

Als wir zum Beispiel im Oktober in Hamburg waren, habe ich zum ersten Mal Loreen getroffen. Ich hatte sie (wie viele andere auch) auf Instagram entdeckt. Wir haben uns getroffen, geschnackt, uns verstanden und geshootet. Die Ergebnisse waren einfach mega.

Bei unserem Schnack hat sie mir erzählt, dass sie auch gerne mal einen Paarshoot mit ihrer Freundin hätte. Ich habe ihr dann kurzerhand vorgeschlagen, dass wir das gerne beim meinem nächsten Hamburg Tripp mal machen könnten.

Gesagt, getan. Als wir jetzt wieder in Hamburg waren, haben wir uns dann getroffen. Hier durfte ich dann auch Loreen’s Freundin Tatjana kennenlernen … und sie war genauso sympathisch und unkompliziert wie Loreen. Was zur Folge hatte, dass ich mich auch mit ihr blendend verstanden habe. Dies hatte dann wiederum unweigerlich zur Folge, dass unsere Ergebnisse vom Shoot einfach nur der Wahnsinn waren.

Mehr noch, diese Menschen, die mich im Grunde nicht kennen, schenken mir ihr Vertrauen dahingehend, dass ich derjenige sein darf, der ihre Liebe und Zuneigung zueinander bildlich festhalten darf. Intime und vertraute Momente, die ich mit meiner Kamera einfangen und somit unvergesslich machen konnte.

Es war einfach unfassbar und wunderschön das alles erleben zu dürfen. Es war weitab davon selbstverständlich zu sein. Und dafür bin ich wirklich mehr als dankbar. Vor allen Dingen als Loreen mir dann auch noch mitteilte, dass sie lange überlegt hat, wer solche Bilder von den Beiden machen sollte und sie der Ansicht war, dass ich der Richtige sei. Diese beiden Menschen vertrauten darauf, dass ich das in meinen Bildern festhalte, was die Beiden füreinander fühlen … und das ist wirklich ein unbezahlbares Geschenk.

Ich hoffe ich hatte die Beiden nicht das letzte Mal vor der Kamera. Es war einfach ein tolles Erlebnis, diese Menschen kennengelernt zu haben. Tolle Gespräche geführt und eine tolle Zeit gehabt zu haben. Und ich bin einfach mal wieder völlig begeistert so tolle und natürliche Bilder bekommen zu haben.

Vielen Dank an Euch beide für diese wunderbare Zeit …

Und vielen Dank an alle anderen, die mir schon so viele Male ihr Vertrauen geschenkt haben …

Bella

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Am Anfang meiner Fotografie stand die Technik im Vordergrund. Eigentlich ging es mir primär gar nicht um die Fotografie. Mehr um die Kamera und das Ganze drumherum.

Nachdem ich mich ein paar Jahre mit diesen Kameras und Blitzen dieser Welt und den Landschaften (welche sich weder gegen mich wehren noch weglaufen konnten) beschäftigt hatte, kam die Software an die Reihe. Photoshop und ich waren unzertrennlich. Bildkompositionen, Verformungen, Beautyretouching … die ganze Palette hoch und runter. Die Kamera und das, was ich fotografierte, waren nur noch Mittel zum Zweck, um mich mit Photoshop beschäftigen zu können.

Irgendwann stellte ich dann aber fest, dass es in der Fotografie noch mehr gibt als nur Technik und Photoshop. Die Fotografie selber. Ich fing an mich mit dem Thema tiefer auseinanderzusetzen und kam zu dem Ergebnis, dass es das ist, was ich wirklich möchte. Die reine Fotografie ohne den ganzen Schnickschnack nebenbei. Und ich wollte das fotografieren, was ich ich im Grunde am wenigsten mag: den Menschen.

So habe ich mich entschieden, dass wenn ich schon Menschen fotografieren möchte, diejenigen nehme, die ich am meisten mag … die weiblichen. Zu dieser Zeit orientierte ich mich hier hauptsächlich an dem äußeren Erscheinungsbild.

Dies ging dann so lange gut, bis ich irgendwann feststellte, dass es doch Menschen gibt, die echt okay sind. Und davon tatsächlich mehr, als ich erwartet hatte. Somit fing ich dann an, mich für mehr als nur den äußeren Menschen zu interessieren. Und zwar den inneren. Ich wollte den Menschen, den ich vor der Kamera hatte kennenlernen. Mehr von ihm erfahren. Mir wurde dieser Mensch in der fotografischen Welt plötzlich wichtiger denn je.

Ich stellte fest, dass sich dieses Interesse an den Menschen plötzlich in meinen Bildern widerspiegelt. Meine Bilder hatten plötzlich eine andere Aussage. Man sah ihnen die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten an.

So kam es, dass dies meine Art der Fotografie werden sollte. Die Persönlichkeit und die Verbindung zwischen der Person vor der Kamera und mir fotografisch festzuhalten. Das ging mal schneller und mal langsamer. Aber immer ging es nur um uns beide.

Dann kam Bella. Sie war am Anfang nur ein Bild auf Instagram. Ein Bild von einem Menschen, den ich fotografieren wollte. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich gerade auf dem Scheideweg war, mich für den inneren Menschen zu interessieren und nicht nur für das Äußere. Was wahrscheinlich auch der Grund gewesen ist, dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht sein sollte, dass Bella und ich zusammenkommen.

Es war nicht so, dass wir keinen Kontakt hatten. Es passte nur irgendwie nicht vom Zeitplan her. Was aber auch gut war. Denn jetzt weiß ich, dass ich noch nicht bereit gewesen wäre …

Denn jetzt, wo es geklappt hat und ich Bella kennenlernen und auch shooten durfte, war mir absolut klar, dass ich mit ihr zum damaligen Zeitpunkt niemals die Bilder hätte umsetzen können, die ich jetzt bekommen habe. Bilder, die einen Menschen und sein Inneres widerspiegeln, was man nur dann bekommen kann, wenn es eine Chemie zwischen beiden Personen gibt, die man nicht erzwingen kann und die man auch nicht nur auf einer emphatischen Ebene hervorrufen kann.

Ich möchte nicht sagen, dass mir sowas in der Vergangenheit nicht schon ein paar mal passiert ist. Aber ich kann das, was ich an diesem Tag erlebt habe, schwer in Worte fassen. Und schon gar nicht in dieser Intensität.

Im Grunde bin ich auch kein esoterischer Mensch … wenn ich überhaupt ein Mensch bin. Aber vielleicht kann man sagen, dass ich inzwischen offener für gewisse Dinge bin, weil ich mich damit mehr auseinandersetze (in diesem Blogpost bin ich schon einmal näher darauf eingegangen).

Fakt ist, dass Bella und ich nicht nur direkt einen Draht zueinander hatten. Wir waren komplett auf einer Wellenlänge. Wir haben uns super unterhalten. Wir haben die gleichen Ansichten. Und beim Shoot konnte Bella sich einfach fallen lassen. Und das mit einem Menschen, den man im Grunde gar nicht kennt … Bella ist wirklich ein sehr außergewöhnlicher Mensch.

Ich bin für diesen Tag wirklich sehr dankbar. Dafür, dass ich Bella kennenlernen durfte. Dafür, dass es jetzt anscheinend an der Zeit war, dass wir was zusammen auf die Beine stellen konnten.

Mit ihr habe ich mal wieder eine wirklich mehr als sympathische Menschin kennengelernt, mit der ich hoffentlich noch ganz viel machen werde … danke Bella, dass Du mir diesen Tag geschenkt hast.

Alena

Moin Welt,

seid mir gegrüßt, ich hoffe Euch geht es gut.

Da es mal wieder etwas her, seit dem ich meine literarischen Ergüsse in die Welt hinausgetragen habe, wird es mal wieder Zeit für ein paar Erkenntnisse …

Wie jeder von Euch weiß, freue ich mich immer wieder wenn mich die Welt da draußen eines besseren belehrt. Meistens ist das der Fall, wenn ich erkenne, dass es unter all diesen vielen Menschen immer mal wieder welche gibt, die mich nachhaltig beeindrucken.

So auch wieder mit einer Menschin geschehen, der ich schon sehr lange auf Instagram folgte, aber bis lang noch nie kontaktiert hatte. Ich habe mir immer gedacht, wenn die Welt der Ansicht ist, dass sie bereit für mich ist, wird sie uns zusammenführen.

So ist es dann auch tatsächlich geschehen. Das Schicksal hat uns bei meinem letzten Fotoworkshop zusammengeführt. Und jetzt war es dann auch soweit, dass wir uns dann für einen Shoot verabredet hatten und uns so richtig persönlich kennenlernen durften.

Meine Erkenntnis war, dass mein Karma-Konto ziemlich gut gefüllt sein musste, dass ich das Privileg hatte, diese Menschin kennenlernen zu dürfen. Wieder einmal …

Alena ist einfach nur mega sympathisch, absolut offenherzig, super lustig, total herzlich und auch noch bildhübsch. Und jetzt liebe Freunde kommt das unfassbare: Ich durfte sie fotografieren und kennenlernen. Verrückt, oder?

Es war wirklich ein bemerkenswert toller Tag mit bemerkenswert tollen Bildern von einer grandiosen Alena … man kann es wirklich kaum in Worte fassen, dass ich dieses Glück immer mal wieder habe, solchen Menschen über den Weg zu laufen.

Okay, jetzt habe ich Euch mal wieder genug zugetextet und als Belohnung dürft Ihr die wirklich mega tollen Bilder sehen, die Alena mir geschenkt hat.

Inselkind

Das Leben besteht aus Ebbe und Flut. Wichtig dabei ist, dass dieses Leben nicht zufällig geschieht. Es geschieht aufgrund von Entscheidungen. Entscheidungen die man selber trifft …

Die Welt ist voller schöner Orte. Wenn mir der Ort wo ich bin nicht guttut, sollte ich mir einen anderen Ort suchen, an dem ich mit der Flut wieder vorwärts komme … die Entscheidung liegt bei mir.

Back to the 70s with Celina …

… oder, dass ich trotz meiner Liebe zu S/W immer wieder einen Abstecher in die Farbwelt mache und dabei feststelle, dass ich auch diese Bilder liebe 😉.

So ist es auch wieder bei meinem letzten Shoot mit Celina passiert, wo wir einfach aus der Laune heraus mal wieder etwas rumexperimentiert haben. Und wieder sind mega Bilder entstanden, die ich über alles liebe. Gerade weil es Farbe ist oder vielleicht auch weil ich nicht so oft in Farbe fotografiere … oder einfach nur, weil Celina wieder grandiose Bilder abgeliefert hat und es am Ende komplett egal ist, ob diese in S/W oder Farbe sind 😂.

Ich hoffe Ihr stimmt mir zu …